The Dreadful Hours - 2001

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TRACKLISTE

01. THE DREADFUL HOURS - 9:24
02. RAVEN AND THE ROSE - 8:13
03. LE FIGLIE DELLA TEMPESTA - 10:09
04. BLACK HEART ROMANCE - 5:24
05. A CRUEL TASTE OF WINTER - 7:36
06. MY HOPE THE DESTROYER - 6:45
07. THE DEEPEST OF ALL HEARTS - 8:56
08. RETURN TO THE BEAUTIFUL - 14:24

Es lohnt nicht mehr, darüber zu skandieren. Die Abwesenheit der Geige bei den neuerlichen Werken der Briten erneut zu bedauern wirkt nun langsam doch schon dröge und abgeschmackt. Sie ist weg. Punkt. Schon “Light At The End Of The World” räumte einem starken Umdenken Platz ein, denn plötzlich fanden sich die sonst so experimentellen Musiker auf einmal wieder auf bereits beschrittenen Metal-Pfaden ein. Und das nicht einmal schlecht. Doch schien “The Light At The End Of The World” noch ein wenig verloren, noch zu sehr unbeholfen in dem Versuch, wieder altes Land gut zu machen, so scheint man sich nun doch wieder etwas von diesem Gedanken befreien zu können.

Jawohl, auch “The Dreadful Hours” ist ein astreines My-Dying-Bride-Album. Die Schwermut erreicht wieder unerträgliche Ausmaße, das Gegrunze wurde diesmal wieder ein wenig zugunsten des klaren Gesang zurückgenommen und auch die ruhigeren Stellen sind diesmal wieder ein wenig stärker vertreten. Business as usual? Irgendwie schon. Unverständlich manchmal, warum die Band in früheren Tagen als Pioniere des Goth Metal auftraten und vor keinem Experiment halt machten, nun allerdings als geläuterte verlorene Söhne in den Schoß der Goth-Metal-Community zurückkehren. Keine Frage, dies passiert mit einem weiteren starken Album, was man von dieser Band sicherlich nicht anders erwartet hätte. Die Keyboards wurden zudem verstärkt und klingen nun ein wenig mächtiger, aber dies macht noch lange keine wirklich grundlegenden Innovationen aus.

Mit demselben Seufzer, mit dem wir damals den Ausstieg von Martin Powell und die experimentellen Eskapaden unserer Suizid-Helden hinnahmen, werden wir also auch den Mangel an wirklich neuen Idee für “The Dreadful Hours” hinnehmen und das Album einfach nehmen, als das, was es ist: Geniale Musik.

2001 CD Peaceville/Snapper CDVILE 90